Ferien Kompass

Ratgeber · Planung

Die beste Reisezeit fürs Mittelmeer mit Kindern

Die Schulferien geben den Rahmen vor. Innerhalb dieses Rahmens lohnt es sich zu wissen, was euch am Mittelmeer zu welcher Zeit erwartet.

Frühsommer: Mai und Juni

Die Tage sind lang und warm, aber selten drückend heiss. Das Meer ist noch frisch – für kleine Kinder kann ein Pool mit wärmerem Wasser angenehmer sein. Viele Orte sind weniger voll als im Hochsommer. Wer Pfingstferien oder freie Tage hat, trifft oft gute Bedingungen.

Hochsommer: Juli und August

Wasser und Luft sind warm, alles hat geöffnet, abends ist viel los. Dafür wird es in vielen Regionen tagsüber sehr heiss, und die Strände sind voll. Die Preise sind in dieser Zeit meist am höchsten.

Mit Kindern bewährt sich ein Tagesrhythmus wie bei den Einheimischen: morgens an den Strand, über Mittag Pause im Schatten oder in der Unterkunft, am späten Nachmittag wieder raus.

Spätsommer und Herbst: September und Oktober

Das Meer hat sich über den Sommer aufgewärmt und bleibt oft bis in den Herbst angenehm. Die grosse Hitze lässt nach, der Andrang auch. Im Oktober nimmt die Wahrscheinlichkeit von Regentagen zu, und in kleineren Orten schliessen manche Restaurants und Angebote zum Saisonende.

Für die Herbstferien lohnt sich deshalb auch ein Blick weiter nach Süden, wo es länger warm bleibt.

Hitze im Blick behalten

Hitzewellen sind am Mittelmeer in den letzten Jahren häufiger geworden. Achtet bei der Unterkunft auf eine Klimaanlage im Schlafzimmer und auf Schatten draussen. Kleine Kinder vertragen Hitze schlechter als Erwachsene – ausreichend trinken, Mittagssonne meiden, Sonnenschutz nicht vergessen.

Zusammengefasst

  • Baden steht im Vordergrund: Ende Juli bis September.
  • Ausflüge und Entdecken: Mai, Juni oder Ende September.
  • Möglichst wenig Andrang: ausserhalb von Juli und August, sofern die Ferien es erlauben.

Nicht jedes Mittelmeer ist gleich

Das Mittelmeer reicht von der Adria bis nach Zypern, und das Klima unterscheidet sich entsprechend. Im Norden – etwa an der oberen Adria oder an der französischen Küste – beginnt die Badesaison später und endet früher. Im Süden und Osten, etwa auf Kreta, Zypern oder an der Südküste Spaniens, ist es im Frühling früher warm und bleibt es im Herbst länger.

Wind am Meer

An manchen Küsten prägt der Wind den Sommer. In der Ägäis weht im Hochsommer häufig der Meltemi, ein kräftiger Nordwind. Er macht die Hitze erträglicher, bringt aber auch Wellen, die für kleine Kinder das Baden erschweren können. Buchten auf der windabgewandten Seite einer Insel sind dann oft ruhiger. Bewertungen von Gästen erwähnen solche Besonderheiten häufig.

Wassertemperatur und kleine Kinder

Was Erwachsene als erfrischend empfinden, ist für kleine Kinder schnell zu kalt. Achtet auf blaue Lippen und Zittern, und macht lieber mehrere kurze Badepausen als eine lange. In der Vor- und Nachsaison kann ein beheizter Pool in der Unterkunft den Unterschied machen.

Sonnenschutz

Die Sonne ist am Mittelmeer auch in Mai, Juni und September stark, und am Wasser wird ihre Wirkung leicht unterschätzt. Für Kinder bewähren sich Badekleidung mit UV-Schutz, ein Sonnenhut mit Nackenschutz und Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor, die nach dem Baden erneuert wird. Die Stunden um die Mittagszeit verbringt ihr am besten im Schatten.

Und wenn die Ferien fest im Hochsommer liegen?

Dann hilft die Wahl des Ortes: eine Unterkunft mit Schatten und Klimaanlage, ein Strand mit Bäumen oder Sonnenschirmen, vielleicht eine Region mit Bergen im Hinterland, wo es abends abkühlt. Auch eine Woche am Meer und einige Tage in höheren Lagen lassen sich gut kombinieren.