Ratgeber · Planung
Ferienbudget planen: Kosten, die Familien oft vergessen
Der Buchungspreis sieht vernünftig aus, und am Ende der Ferien ist das Konto trotzdem leerer als gedacht. Meist liegt es nicht an einem grossen Posten, sondern an vielen kleinen.
Bei der Unterkunft
- Kurtaxe oder Touristensteuer: In vielen Ländern und Gemeinden wird sie pro Person und Nacht erhoben und oft erst vor Ort bezahlt. Ob Kinder befreit sind, ist unterschiedlich geregelt.
- Endreinigung und Nebenkosten: Bei Ferienwohnungen häufig separat ausgewiesen – Bettwäsche, Handtücher, Strom.
- Kaution: Wird zwar zurückerstattet, bindet aber Geld oder den Kreditkartenrahmen.
- Zusatzbett und Babybett: Nicht überall kostenlos.
Unterwegs
- Gepäck und Sitzplätze beim Flug, vor allem bei günstigen Tarifen.
- Mietwagen-Extras: Kindersitze, zusätzliche Fahrer, Versicherung ohne Selbstbehalt, Tankregelung.
- Parkplatz am Flughafen oder an der Unterkunft.
- Vignetten und Maut auf der Anreise.
Vor Ort
- Liegen und Schirme am Strand
- Eintritte, die sich mit Kindern schnell verdoppeln
- Glace, Getränke, Snacks – täglich, für alle
- Souvenirs, die „nur ganz klein" sind
So behaltet ihr den Überblick
- Legt ein Gesamtbudget fest, bevor ihr Unterkünfte vergleicht.
- Zieht Anreise, Unterkunft inklusive Nebenkosten und Versicherungen ab.
- Teilt den Rest durch die Anzahl Tage – das ist euer Tagesbudget vor Ort.
- Legt eine Reserve von einem Zehntel beiseite für Unvorhergesehenes.
Ein Tagesbudget, das auch die Kinder kennen, erspart manche Diskussion am Glacestand.
Bezahlen im Ausland
Beim Bezahlen mit Karte im Ausland fallen je nach Karte Gebühren für den Fremdwährungseinsatz an. Prüft vor der Reise, was eure Karten kosten – die Unterschiede können gross sein.
Fragt ein Kartenterminal oder ein Geldautomat, ob ihr in Franken oder in der Landeswährung bezahlen wollt, wählt in der Regel die Landeswährung. Bei der Umrechnung in Franken direkt am Terminal wird oft ein ungünstiger Kurs verwendet.
Sparen, ohne zu verzichten
- Frühstück in der Unterkunft oder selbst gemacht, dafür abends auswärts essen – oder umgekehrt.
- Picknick statt Restaurant bei Ausflügen: Kinder finden es ohnehin oft schöner.
- Gästekarten: Viele Ferienregionen geben ihren Übernachtungsgästen Karten ab, mit denen der öffentliche Verkehr oder bestimmte Eintritte günstiger oder inbegriffen sind. Fragt bei der Unterkunft nach.
- Familientickets für Museen, Zoos und Bäder sind oft günstiger als Einzeleintritte.
- Trinkflaschen auffüllen, wo das Leitungswasser Trinkwasser ist.
Eine einfache Budgetübersicht
Eine Tabelle mit fünf Zeilen genügt: Anreise, Unterkunft, Essen, Ausflüge, Reserve. Tragt vor der Reise den geplanten Betrag ein und unterwegs grob, was ausgegeben wurde. Nach den Ferien seht ihr, wo die Schätzung daneben lag – und plant die nächsten Ferien genauer.
Kinder einbeziehen
Ein kleines Feriengeld, über das Kinder selbst entscheiden dürfen, nimmt Druck aus vielen Situationen. Ob es für eine Glace pro Tag oder für ein grösseres Souvenir am Ende reicht, entscheidet das Kind – und lernt dabei ganz nebenbei etwas über Geld.
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