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Ratgeber · Unterwegs

Fliegen mit Kindern: vom Check-in bis zur Landung

Ein Flug mit Kindern ist selten erholsam, aber er muss kein Stress sein. Die meisten Hürden liegen am Boden, nicht in der Luft.

Vor dem Flug

  • Sitzplätze reservieren: Viele Fluggesellschaften setzen Familien nicht automatisch zusammen. Eine Reservation kostet oft etwas, erspart aber Diskussionen an Bord.
  • Gepäckregeln der Airline lesen: Kinderwagen, Autositze und Babybetten werden unterschiedlich behandelt – teils kostenlos, teils nicht.
  • Online einchecken, sobald es möglich ist.

Am Flughafen

Rechnet mit mehr Zeit als ohne Kinder. Toilettengänge, Snacks und ein Kind, das die Rolltreppe nicht mag, summieren sich.

Bei der Sicherheitskontrolle gelten für Flüssigkeiten im Handgepäck Mengenbeschränkungen. Babynahrung und Milch in der für die Reise nötigen Menge sind in der Regel davon ausgenommen, können aber kontrolliert werden. Die genauen Regeln unterscheiden sich je nach Flughafen – ein Blick auf dessen Website lohnt sich.

Den Kinderwagen könnt ihr oft bis zum Flugzeug mitnehmen und dort abgeben. Ob er am Ziel direkt an der Tür oder am Gepäckband wartet, ist unterschiedlich.

An Bord

  • Druckausgleich: Beim Start und vor allem beim Sinkflug hilft Schlucken. Babys trinken an der Brust oder aus der Flasche, grössere Kinder kauen oder trinken etwas.
  • Neues statt Bekanntes: Ein kleines, unbekanntes Spielzeug beschäftigt länger als das Lieblingsspielzeug.
  • Schichten statt dicke Pullover: In Flugzeugen ist es mal warm, mal kühl.

Wenn es trotzdem laut wird

Ein weinendes Kind ist an Bord keine Seltenheit. Die meisten Mitreisenden wissen das. Ruhig bleiben, aufstehen, sobald es erlaubt ist, und den Gang als Spazierweg nutzen – mehr kann niemand erwarten.

Babys und Kleinkinder: Schoss oder eigener Sitz?

Kinder unter zwei Jahren fliegen bei den meisten Fluggesellschaften auf dem Schoss eines Erwachsenen mit, gesichert mit einem zusätzlichen Gurt. Ein eigener Sitzplatz ist möglich, kostet aber einen Kindertarif und setzt oft einen zugelassenen Kindersitz voraus. Auf längeren Flügen bieten manche Airlines Babybettchen für die Plätze an der Trennwand an – die Anzahl ist begrenzt, also früh anfragen.

Umsteigen mit Kindern

Plant bei Umsteigeverbindungen genügend Zeit ein. Eine knappe Umsteigezeit, die für Erwachsene reicht, wird mit Kindern schnell zu knapp: Toilette, Wickeln, lange Wege und eine weitere Sicherheitskontrolle. Viele Flughäfen haben Familienbereiche oder Spielzonen, in denen sich die Wartezeit gut überbrücken lässt.

Fernreisen und Zeitverschiebung

Bei mehreren Stunden Zeitverschiebung hilft es, sich schon am Reisetag am neuen Rhythmus zu orientieren: Mahlzeiten und Schlaf nach der Ortszeit des Ziels, tagsüber viel Tageslicht und Bewegung. Rechnet damit, dass kleine Kinder einige Tage brauchen, bis sie sich angepasst haben, und plant die ersten Tage ruhig.

Nach der Landung

  • Nicht als Erste aufstehen: Mit Kindern ist es entspannter, zu warten, bis der Gang frei ist.
  • Alles einsammeln – unter den Sitzen bleiben erstaunlich viele Nuggis und Stofftiere liegen.
  • Den Transfer zur Unterkunft vorab klären, besonders bei spätabendlicher Ankunft.

Checkliste vor dem Abflug

  • Sitzplätze nebeneinander reserviert
  • Gepäckregeln für Kinderwagen und Autositz geprüft
  • Reisedokumente aller Kinder gültig
  • Snacks, Trinkflasche und Beschäftigung im Handgepäck