Ratgeber · Unterwegs
Mit Kindern im Auto in die Ferien: Pausen, Kindersitze, Vignetten
Mit dem Auto seid ihr flexibel, habt Platz für Gepäck und kommt direkt an die Unterkunft. Damit die Fahrt nicht zur Geduldsprobe wird, hilft etwas Planung.
Die Route planen
- Pausen fest einplanen: etwa alle zwei Stunden, mit Kleinkindern häufiger. Ein Spielplatz an der Raststätte ist mehr wert als zehn gesparte Minuten.
- Abfahrtszeit wählen: Manche Familien starten sehr früh, wenn die Kinder im Auto weiterschlafen. Andere fahren über Mittag, wenn der Mittagsschlaf ansteht.
- Stau an Ferienbeginn: Die ersten Ferientage und die Samstage sind auf den bekannten Routen oft stark belastet. Ein Tag Verschiebung kann Stunden sparen.
Kindersitze
In der Schweiz gilt: Kinder unter 12 Jahren, die kleiner als 150 Zentimeter sind, brauchen im Auto eine geeignete Kinderrückhaltevorrichtung. In anderen Ländern gelten teils abweichende Grenzen. Massgebend ist das Recht des Landes, in dem ihr gerade fahrt.
Wer am Ziel ein Auto mietet, sollte Kindersitze vorab reservieren und Grösse und Zustand bei der Übernahme prüfen – oder den eigenen Sitz mitnehmen.
Vignetten und Maut
Viele Länder erheben Gebühren für Autobahnen, aber auf unterschiedliche Weise: mit einer Vignette, die vorab gekauft wird, oder mit Mautstellen, an denen man pro Strecke bezahlt. Einige Vignetten gibt es nur noch digital.
Prüft vor der Abfahrt für jedes Land auf der Route, was gilt. Kauft digitale Vignetten nur über die offiziellen Stellen des jeweiligen Landes – es gibt Drittanbieter, die dafür Aufschläge verlangen.
Gegen Langeweile
- Hörbücher und Hörspiele vorab herunterladen, Funklöcher gibt es auch auf Autobahnen.
- Klassische Spiele: Autokennzeichen raten, „Ich sehe was, was du nicht siehst".
- Snacks portionieren, damit nicht nach einer Stunde alles weg ist.
- Eine Tüte und Tücher griffbereit für Kinder, denen im Auto übel wird.
Wenn Kindern im Auto übel wird
Reiseübelkeit entsteht, wenn Augen und Gleichgewichtssinn widersprüchliche Signale melden. Oft hilft es, wenn das Kind nach vorne aus dem Fenster schauen kann, statt zu lesen oder auf einen Bildschirm zu blicken. Frische Luft, leichte Mahlzeiten vor der Fahrt und eine ruhige Fahrweise in Kurven tun ihr Übriges. Ob ein Medikament infrage kommt und ab welchem Alter, klärt ihr in der Apotheke oder mit der Kinderärztin.
Hitze im Auto
Ein geparktes Auto heizt sich in der Sonne sehr schnell auf. Lasst Kinder deshalb nie allein im Fahrzeug zurück – auch nicht für einen kurzen Einkauf. Sonnenschutz an den Seitenscheiben und Pausen im Schatten machen die Fahrt im Sommer erträglicher.
Eine Übernachtung unterwegs
Bei langen Strecken kann eine Übernachtung auf halbem Weg die bessere Wahl sein als eine Fahrt am Stück. Die Ferien beginnen dann zwar einen Tag später, aber mit ausgeruhten Eltern und Kindern. Wählt eine Unterkunft nahe der Autobahn mit Parkplatz, damit das Gepäck im Auto bleiben kann – und nehmt eine kleine Tasche mit allem für die Nacht separat mit.
Mit dem Elektroauto
Wer elektrisch fährt, plant Ladestopps am besten so, dass sie mit den ohnehin nötigen Pausen zusammenfallen. Prüft vorab, welche Ladekarten oder Apps entlang der Route funktionieren, und rechnet in der Hauptreisezeit an beliebten Ladeparks mit Wartezeiten. Mit Dachbox und voller Beladung steigt der Verbrauch.
Unterwegs essen
Raststätten sind bequem, aber teuer. Eine Kühlbox mit Sandwiches, Früchten und Wasser spart Geld und ermöglicht Pausen an Orten, die den Kindern mehr Platz bieten – etwa an einem See oder einem Spielplatz etwas abseits der Autobahn.
Vor der Abfahrt
- Reifendruck an die Beladung anpassen.
- Pflichtausrüstung der Transitländer prüfen, etwa Warnwesten.
- Offline-Karten laden.
Weiterlesen
Unterwegs
Fliegen mit Kindern: vom Check-in bis zur Landung
Sitzplätze, Sicherheitskontrolle, Druckausgleich und Kinderwagen – was einen Familienflug einfacher macht.
Planung
Schulferien in der Schweiz: So plant ihr rund um die Kantonsferien
Jeder Kanton hat eigene Ferientermine – manchmal sogar jede Gemeinde. Wie ihr den richtigen Kalender findet und die teuersten Wochen umgeht.
Unterkunft
Sterne oder Gästebewertung? Worauf es bei der Unterkunft wirklich ankommt
Sterne beschreiben die Ausstattung, Bewertungen das Erlebnis. Warum ihr beide braucht – und wie ihr eine Note richtig lest.